Wenn die Risikobeurteilung das Produkt unsicherer macht statt sicherer
„Ihre Risikobeurteilung macht Ihr Produkt unsicherer, nicht sicherer" – mit dieser bewusst zugespitzten Aussage eröffnet Matthias Schulz einen LinkedIn-Beitrag, der nach eigener Aussage auf über 30 Jahren Erfahrung in der Maschinensicherheit beruht.
Sein Befund aus der Praxis: Teams verlieren sich häufig in unwahrscheinlichen Extremfällen, während echte, alltägliche Risiken im Normen-Dschungel untergehen. Hinzu kommt eine gewisse Scheu, dem eigenen gesunden Menschenverstand zu vertrauen, sobald Normtexte ins Spiel kommen.
Sein zentraler Punkt: Ein Produkt wird nicht automatisch sicherer, nur weil formal Punkte in einer Norm abgehakt wurden. Sicherheit entsteht seiner Erfahrung nach dort, wo Normen-Know-how mit pragmatischem Ingenieursverstand zusammenkommt – nicht durch reine Formalie.