Unsere Methodik: COLMORR
Mit dem Cyber Resilience Act und der Maschinenverordnung müssen Maschinenhersteller nachweisen, dass sie Cybersecurity-Risiken ihrer Produkte systematisch bewertet und behandelt haben. Die Herausforderung dabei ist nicht die Analyse an sich, sondern ihre Nachweisbarkeit und Verhältnismäßigkeit – Aufsichtsbehörden und benannte Stellen erwarten eine begründete, dokumentierte Argumentation, kein pauschales Abarbeiten von Bedrohungslisten.
COLMORR – Context- and Lifecycle-based Machine Operations Risk Reasoning – ist die Methodik von proCoA, die genau das leistet: eine schlanke, wiederholbare und normfest dokumentierte Risikoanalyse, die den tatsächlichen Aufwand am realen Risiko ausrichtet, statt an der theoretisch denkbaren Bedrohungsmenge.
Eingrenzen, bevor wir analysieren – nicht danach
Klassische Ansätze beginnen mit einer breiten Bedrohungssammlung und filtern anschließend. COLMORR kehrt die Logik um: Wir reduzieren den Betrachtungsumfang expositionsbasiert und begründen die realistischen Angreiferprofile explizit, bevor die eigentliche Bedrohungsanalyse startet.
Der Effekt ist doppelt: Der Analyseaufwand sinkt in den meisten Fällen deutlich, und jede Ein- oder Ausgrenzung ist dokumentiert begründet. Damit adressiert COLMORR die Dokumentationspflichten aus CRA Anhang VII direkt – jeder nicht betrachtete Angriffsweg trägt seine Begründung bereits in sich.
Klassischer Ansatz
Breite Bedrohungssammlung zuerst, dann mühsames Filtern auf das Relevante – aufwendig und schwer dokumentierbar, warum am Ende was übrig bleibt.
COLMORR
Expositionsbasiert eingrenzen, Angreiferprofile begründen – und erst dann analysieren. Weniger Aufwand, jede Entscheidung von Anfang an dokumentiert.
Eine feste, aufeinander aufbauende Kette
Die Analyse durchläuft sieben Stufen. Jede Stufe erzeugt ein definiertes Zwischenergebnis, das die nächste Stufe als Eingabe nutzt.
Prefilter
Bewertung der Exposition in fünf Dimensionen aus dem Discovery Call – expositionsbasierte Eingrenzung des Umfangs, bevor überhaupt analysiert wird. Externe Kommunikationsschnittstellen sind der zentrale Treiber dafür, wie umfangreich eine Analyse sein muss; gibt es keine, ist eine schlankere Bewertung möglich.
Angreiferprofile
Bestimmung, wer die Maschine oder Anlage realistisch angreifen könnte, und Ableitung der Attacker-Capability-Werte nach EN 50742.
Scope
Konsolidierung der System- und Betrachtungsgrenzen; Konsistenzcheck vor der Detailanalyse.
Assets
Ableitung einer STRIDE-fähigen Asset-Liste mit Festlegung des Exposure Level je Element.
Risikoanalyse
Bedrohungsableitung nach der bewährten STRIDE-Methodik und Bewertung über den Attack-Potential-Score – abgeleitet aus Angreiferprofil, Exposure Level und dem Zeitfenster, in dem ein Angriff realistisch möglich ist.
Maßnahmen
Konsolidierung der abgeleiteten Maßnahmen zu priorisierten Maßnahmen-IDs, klassifiziert nach Restrisiko.
Bericht
Übersetzung der Ergebnisse in einen verständlichen Bericht – Executive Summary, Ergebnisse, priorisierter Maßnahmenkatalog und Textvorschläge für die bestehende Betriebsanleitung.
Worauf COLMORR aufbaut
STRIDE
Ursprünglich von Microsoft entwickelt, heute eine anerkannte Systematik zur strukturierten Bedrohungsableitung: Spoofing, Tampering, Repudiation, Information Disclosure, Denial of Service, Elevation of Privilege.
Bewertungslogik der EN 50742
Für die Risikoquantifizierung: Angreiferprofile und Attacker-Capability, Exposure Level, Zeitfenster für einen Angriff und der daraus gebildete Attack-Potential-Score.
Sicherheitskopplung als Konsequenz-Verstärker
Kann ein Angriff sicherheitsrelevante Funktionen beeinflussen – etwa Brems-, Lenk- oder Hydraulikfunktionen –, hebt das die Bewertung deutlich an.
Regulatorische Verankerung
Ausgerichtet an CRA Anhang I und Anhang VII sowie MVO Anhang III – nicht nachträglich aufgesetzt, sondern von Anfang an mitgedacht.
Was das für Sie bedeutet
Verhältnismäßiger Aufwand
Der Umfang folgt dem realen Risiko, nicht der theoretisch denkbaren Bedrohungsmenge.
Prüfungssicher
Jede Entscheidung ist dokumentiert begründet und gegen CRA Anhang VII verteidigbar.
Wiederholbar
Eine feste Kette liefert konsistente, nachvollziehbare Ergebnisse über verschiedene Produkte hinweg.
Differenzierend
Die begründete, expositionsgeführte Vorgehensweise unterscheidet proCoA von anderen Anbietern.
Drei Dokumente, ein Nachweis
Context und Scope
Expositionsbewertung, begründete Umfangsfestlegung, dokumentierte Angreiferprofile und Asset-Übersicht – als PDF. Dieser Einstieg bildet bereits für sich einen Nachweis.
Analyse
Vollständige STRIDE-Risikoanalyse mit Attack-Potential-Score-Bewertung je Bedrohung, inklusive konsolidiertem, priorisiertem Maßnahmenkatalog – als Excel-Arbeitsmappe.
Bericht
Executive Summary, Ergebnisse und Maßnahmen nochmals gerafft, ergänzt um konkrete Empfehlungen, etwa für die Betriebsanleitung – als PDF.
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