Über diese Website
Wer über Konformitätsnachweise berät, sollte auch die eigene Website erklären können. Diese Seite tut das: Wie sie gebaut ist, was bewusst fehlt, und woran man das überprüfen kann. Die Zahlen unten sind nicht abgeschrieben – sie entstehen bei jedem Aufruf aus dem Projekt selbst.
Was „auch ohne mich" bedeutet
Der Satz oben sollte erklärt werden, weil er sonst wie eine Floskel klingt. Er ist wörtlich gemeint: Diese Website ist so gebaut, dass die nächste Person, die daran arbeitet, dafür nicht mich braucht. Was jetzt folgt, ist der Nachweis dafür.
- Nichts, das lizenziert werden muss. Kein Baukasten, kein Redaktionssystem, keine kostenpflichtige Erweiterung. Es gibt niemanden, der die Website abschalten könnte, weil eine Rechnung offen ist.
- Kein Bauschritt auf dem Rechner. Was im Ordner liegt, läuft auf dem Server. Niemand muss ein Werkzeug in einer bestimmten Version installieren, um eine Kleinigkeit zu ändern – ein Texteditor genügt.
- Gewöhnliche Technik. PHP und Apache, wie sie bei jedem Hoster stehen. Ein Umzug ist eine Frage von Zugangsdaten, nicht von Umbau.
- Alles an einer Stelle. Seminare, Beiträge, Personen, Fristen, Preise stehen in Datenquellen. Wer etwas ändert, muss nicht suchen, wo es noch steht.
- Die Geschichte ist vollständig nachlesbar. Jede Änderung liegt einzeln in der Versionsverwaltung – mit Datum, Umfang und Begründung. Wer wissen will, warum etwas so ist, muss niemanden fragen; und wer sich verrannt hat, kommt auf jeden früheren Stand zurück.
- Die Auslieferung gehört nicht mir. Sie ist ein Arbeitsablauf im Projekt, kein Handgriff in meinem Kopf: prüfen, übertragen, nachsehen, ob die Seiten antworten – ausgelöst durch eine Änderung, nicht durch mich.
- Die Begründungen liegen bei. Im Quelltext steht bei jeder unauffälligen Entscheidung, welche Alternative verworfen wurde und weshalb. Das ist der Unterschied zwischen einer Website, die man ändern kann, und einer, die man zu ändern wagt.
Was der Satz nicht bedeutet: dass diese Website niemanden mehr braucht. Fristen laufen ab, Normen ändern sich, Inhalte veralten. Er bedeutet nur, dass die Wahl, wer sich darum kümmert, frei bleibt – und dass ein Wechsel kein Neuanfang ist. Wer eine Website gebaut hat, die man ohne ihn weiterführen kann, hat den einen Teil der Arbeit gemacht, den man später nicht nachholen kann.
Diese Seite in Zahlen
Gemessen, nicht behauptet – Stand dieses Seitenaufrufs.
Diese acht Werte stehen nirgends im Text. Sie werden bei jedem Aufruf aus dem Dateibestand und den Datenquellen des Projekts gezählt – deshalb können sie nicht veralten, und niemand muss daran denken, sie nachzuziehen.
Wie sie gebaut ist
PHP 8.4, ein Stylesheet, ein Skript. Kein Framework, kein Baukasten, kein Content-Management-System, keine Datenbank. Das ist eine getroffene Entscheidung und keine Auslassung – hier stehen die Gründe.
Handgeschrieben statt zusammengeklickt
Jede Seite wird auf dem Server aus PHP-Dateien zusammengesetzt und kommt als fertiges HTML beim Browser an. Ohne JavaScript ist sie vollständig lesbar – das Skript fügt nur Menü, Cookie-Einwilligung und Videosteuerung hinzu.
Ein Content-Management-System und ein Website-Baukasten standen zur Wahl und wurden ausdrücklich verworfen. Der Baukasten ist starr: Man arbeitet in seinen Bausteinen, und was er nicht vorsieht, geht nicht oder nur als Notlösung. Ein CMS ist das Gegenteil und dadurch nicht besser – Kern, Erweiterungen, Themes und Datenbank, alle mit eigenem Aktualisierungstakt, für eine Website, an der niemand täglich schreibt. Beide hätten mehr Technik gebracht als Inhalt.
Keine Abhängigkeit von einem Baukasten heißt auch: kein Update, das über Nacht das Layout verschiebt, und keine Erweiterung, die Daten irgendwohin schickt.
Keine Datenbank
Es gab eine. Sie wurde zurückgebaut, weil sie nur Kopien von Daten hielt, die ohnehin per E-Mail ankamen – ein zweiter Ort für dieselbe Aussage, mit eigenem Sicherungs-, Zugriffs- und Löschbedarf.
Was bleibt: Formulareinsendungen gehen als E-Mail heraus, Inhalte stehen in versionierten Datenquellen. Eine Seite braucht damit keine Abfrage, um zu erscheinen.
Datenschutz als Entwurfsprinzip
Die Reichweitenmessung wird erst nach ausdrücklicher Einwilligung geladen – vorher existiert sie im Quelltext nicht. Die Filme laufen von diesem Server, nicht über YouTube oder Vimeo; der Trailer auf der Videokurs-Seite lädt erst nach einem Klick.
Schriften kommen aus dem Betriebssystem statt von einem Schriftdienst. Deshalb stehen oben null fremde Verbindungen ohne Einwilligung – und deshalb sieht die Seite auf jedem Gerät ein wenig anders aus. Das ist Absicht.
Ladezeit als Handwerk, nicht als Plugin
Bilder liegen in der Größe vor, in der sie erscheinen – nicht in der Größe, in der sie aus der Kamera kamen. Stylesheet und Skript tragen die Änderungszeit in der Adresse, damit Korrekturen sofort ankommen und der Browser sie trotzdem ein Jahr behalten darf.
Das Hintergrundvideo lädt in zwei Fassungen, je nach Bildschirm – und gar nicht, wenn im Betriebssystem Datensparen oder weniger Bewegung eingestellt ist.
KI als Werkzeug, nicht als Autopilot
Handgeschrieben heißt nicht langsam. Diese Website ist mit durchgehender KI-Unterstützung entstanden: Entwürfe, Umbauten und Prüfläufe in Stunden statt in Wochen, und Änderungswünsche werden am selben Tag umgesetzt statt in den nächsten Auftrag verschoben. Genau das macht den Verzicht auf einen Baukasten praktikabel – die Flexibilität, für die man sonst ein System kauft, kommt hier aus der Arbeitsweise.
Entschieden wird trotzdem von Hand. Jede Zeile ist gelesen, jede Prüfung läuft gegen dieselben Regeln, und für jede unauffällige Entscheidung steht die Begründung im Quelltext. Ein Vorschlag, der nicht begründet werden kann, wird verworfen.
Versionsverwaltung und automatische Auslieferung
Jede Änderung liegt einzeln in einer Versionsverwaltung – mit Datum, Umfang und einer Begründung in Alltagssprache. Nichts wird überschrieben: Jeder frühere Stand ist wiederherstellbar, und was sich zwischen zwei Ständen geändert hat, lässt sich Zeile für Zeile nachlesen. Zusätzlich hält ein Änderungsverlauf fest, was davon nach außen sichtbar war.
Auf den Server kommt die Website nicht per Hand. Eine Pipeline prüft bei jeder Änderung die PHP-Syntax jeder Datei und lässt einen eigenen Test über Klammern und Anführungszeichen laufen, überträgt erst danach verschlüsselt und ruft anschließend die zentralen Seiten auf, um zu sehen, ob sie antworten. Interne Unterlagen bleiben dabei ausgeschlossen. Der Testserver bekommt jede Änderung automatisch; live geht sie nur, wenn jemand es bewusst auslöst.
Was hier bewusst fehlt
Das Weglassen ist der aufwendigere Teil der Arbeit. Diese Dinge gibt es auf den meisten Unternehmensseiten – hier nicht:
- Kein Consent-Banner mit Dutzenden „Partnern". Es gibt genau zwei Kategorien: technisch notwendig und Statistik. Mehr ist nicht da, also steht auch nicht mehr zur Wahl.
- Keine Webfonts. Sie kosten Ladezeit, verschieben beim Nachladen den Text und übermitteln eine IP-Adresse an einen Dritten.
- Keine Karusselle und keine Zähler, die beim Scrollen hochlaufen. Bewegung nur da, wo sie etwas erzählt – und dort abschaltbar.
- Keine Stockfotos. Die Porträts zeigen das Team, die Dokumentenauszüge im Audit-Beispiel sind echte Unterlagen, das Hintergrundvideo ist eigenes Material – und die Zeichenfigur ist als Zeichenfigur erkennbar.
- Keine Versprechen ohne Nachweis. „Rechtssicherheit" steht nirgends – weil es sie bei der CE-Kennzeichnung nicht gibt. Das erklärt einer der Fachbeiträge ausführlich.
Bedienbarkeit
Barrierefreiheit ist hier kein nachgerüsteter Prüfpunkt, sondern die Reihenfolge, in der gebaut wurde: erst Struktur und Beschriftung, dann Aussehen.
- Jede Seite beginnt mit einem Sprunglink zum Inhalt, sichtbar sobald er den Fokus hat.
- Alles ist mit der Tastatur erreichbar, und man sieht jederzeit, wo man ist.
- Formulare benennen im Fehlerfall das einzelne Feld und behalten die Eingaben – kein erneutes Ausfüllen nach einem Tippfehler.
- Wer im Betriebssystem weniger Bewegung eingestellt hat, bekommt Standbilder statt Filme und Text statt Überblendungen.
- Für Text auf Weiß wird durchgehend die dunklere Abstufung der Hausfarbe verwendet – der hellere Grünton aus dem Logo hätte dort zu wenig Kontrast.
Wartbarkeit – die Eigenschaft, die man erst nach zwei Jahren bemerkt
Eine Website ist selten fertig. Diese ist deshalb so gebaut, dass Änderungen an einer Stelle passieren:
- Eine Aussage, ein Ort. Seminare, Fachbeiträge, Personen, Fristen und Preise stehen in Datenquellen. Wer einen Preis ändert, ändert ihn einmal – nicht auf vier Seiten, von denen man drei findet.
- Fristen rechnen mit. Die Countdowns auf die Stichtage von Cyber Resilience Act und Maschinenverordnung sind keine eingetippten Zahlen; sie stimmen an jedem Tag, an dem jemand die Seite liest.
- Sitemap und Feed leiten sich ab. Eine neue Seite erscheint darin von selbst. Auch diese Zahlen hier tun das.
- Kommentare erklären das Warum, nicht das Was. Im Quelltext steht bei jeder unauffälligen Entscheidung, welche Alternative verworfen wurde und weshalb – für den, der in zwei Jahren davorsitzt.
- Nichts geht ungeprüft live. Vor jeder Übertragung läuft ein Syntax-Check über alle PHP-Dateien und ein eigenes Prüfskript; danach werden die wichtigsten Seiten aufgerufen und alle Links durchgesehen. Live geschaltet wird nur von Hand.
Auffindbarkeit
Jede Seite trägt maschinenlesbare Angaben zu ihrem Inhalt – Unternehmen, Personen, Leistungen, Beiträge, Brotkrumenpfad. Dazu eine Datei, die KI-Systemen die Struktur der Website in Prosa erklärt, statt sie raten zu lassen. Suchmaschinen und Sprachmodelle sollen hier nicht stochern müssen.
Und die Grenzen
Zwei Dinge kommen von außen, und das soll hier nicht verschwiegen werden: Die Sicherheitsabfrage vor den Formularen läuft über Cloudflare – sie wird ausschließlich auf den fünf Seiten mit Formular geladen, nicht auf allen. Und der Newsletter wird über einen Dienstleister versandt, weil Abmeldungen und Nachweise dort verlässlicher liegen als in einem selbst gebauten Verteiler. Beides steht in der Datenschutzerklärung.