CE-Kennzeichnung – Anforderungen und praktische Umsetzung

Der ganzheitliche Blick auf die CE-Kennzeichnung: alle für Ihr Unternehmen relevanten Richtlinien, und vor allem die dauerhafte Verankerung in Vertrieb, Konstruktion, Produktion und Geschäftsleitung.

2 Tage
empfohlener Zeitrahmen, an Ihren Bedarf anpassbar
Inhouse
bei Ihnen vor Ort, für 6 bis 15 Teilnehmende
Deutsch / Englisch
Durchführung in beiden Sprachen

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Zum Thema

Die CE-Kennzeichnung ist unabdingbare Voraussetzung für den Vertrieb von Produkten in Europa. Durch Änderungen in verschiedenen Richtlinien sind in vielen Unternehmen Defizite bei der Umsetzung erkennbar geworden. Insbesondere fehlt es am ganzheitlichen Ansatz, der alle relevanten Richtlinien und Anforderungen berücksichtigt.

Vielfach mangelt es außerdem an der Integration in die Abläufe des Unternehmens, besonders in Entwicklung und Konstruktion. Alle Aufgaben rund um die CE-Kennzeichnung sollten dauerhaft und sicher in die Organisation eingebettet werden – nicht projektweise improvisiert.

Lernziel

Die Teilnehmenden werden in die Lage versetzt, den Stand der Umsetzung im eigenen Unternehmen zu ermitteln und einzuschätzen sowie weitere erforderliche Maßnahmen zu planen und umzusetzen. Das Seminar bietet ausdrücklich Gelegenheit, aktuelle Probleme und Fragen zu diskutieren und neue Lösungsansätze kennenzulernen.

Seminarprogramm

Tag 1

CE-Kennzeichnung: Bedeutung und Zweck

  • Barrierefreier Binnenmarkt und einheitliches Mindest-Sicherheitsniveau
  • Voraussetzungen für das Inverkehrbringen von Produkten
  • Internationale Bedeutung der CE-Kennzeichnung
  • Kurzüberblick über die relevanten Richtlinien
  • Wichtigste Änderungen durch das Alignment Package zum New Legislative Framework

Richtlinien im Kontext des Apparate-, Maschinen- und Anlagenbaus

  • Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und Maschinenverordnung (EU) 2023/1230
  • EMV-Richtlinie 2014/30/EU
  • Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU
  • ATEX-Richtlinie 2014/34/EU
  • Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU
  • Ökodesign-Anforderungen
  • Abgrenzung von Richtlinien gegeneinander und gemeinsame Anwendbarkeit

Bereichsübergreifende Vorschriften und die Rolle der Normung

  • Produktsicherheitsverordnung (EU) 2023/988
  • Produkthaftungsrichtlinie und Produkthaftungsgesetz
  • Normungsprogramme im Rahmen der CE-Vorschriften
  • Was bedeutet die Konformitätsvermutungswirkung?
  • Recherchemöglichkeiten und Mindestanforderungen an ein Normen-Management
  • CE-Zertifizierung: Bedeutung, Regeln der wichtigen Richtlinien, Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems

Tag 2

EU-Konformität in fünf Schritten

  • Richtlinien und Normen ermitteln
  • Anforderungen in Konstruktion und Produktion umsetzen
  • Dokumentation erstellen
  • Zertifizierung, soweit gefordert
  • Konformität erklären und Produkte kennzeichnen

Konkurrierende Konzepte für die Umsetzung im Unternehmen

  • Interne CE-Stelle
  • Externe Unterstützung
  • Integration in die Unternehmensorganisation – Vor- und Nachteile im Vergleich

CE in Vertrieb, Entwicklung und Produktion

  • Auswirkungen auf Produkt- und Marktstrategie, das CE-Zeichen in der Werbung
  • Vertragsprüfung und Anforderungen an Begleitdokumente
  • Risikobeurteilung und sicherheitsbezogenes Konstruieren
  • Dokumentation, Verifikation und Validierung der Ergebnisse
  • Interne Fertigungskontrolle, relevante Prozesse und Prüfungen identifizieren
  • Prüfungen am Betriebsort, Dokumentation des Auslieferungszustands

Verantwortung und Delegation

  • Wer haftet für Produktfehler?
  • Was ist der Dokumentationsbevollmächtigte?
  • Welche Verantwortung trägt der Unterzeichner einer Konformitätserklärung?

Organisatorisches

Zielgruppe
Technische Leiter, Konstrukteure und technische Redakteure
Empfohlener Zeitrahmen
2 Tage (13 Stunden) – Das Programm kann zeitlich an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.
Teilnehmerzahl
6 bis 15 Personen. Bei größeren Teams führen wir das Seminar in zwei Durchläufen durch, damit die Praxisteile für alle betreubar bleiben.
Format und Sprache
Inhouse-Schulung bei Ihnen vor Ort. Inhalt, Umfang und Termin stimmen wir vorab mit Ihnen ab, sodass das Programm zu Ihren Produkten und zum Vorwissen der Teilnehmenden passt. Durchführung auf Deutsch oder Englisch.
Vorlauf
Etwa vier Wochen bis zum Termin. Diese Zeit nutzen wir für die inhaltliche Abstimmung und die Ausrichtung des Praxisteils auf Ihre Produkte.
Unterlagen
Alle Teilnehmenden erhalten eine ausführliche Seminarunterlage, die innerhalb Ihres Unternehmens digital weiterverwendet werden darf.
Kosten
Preis auf Anfrage – wir erstellen Ihnen ein individuelles Angebot je nach Teilnehmerzahl, Ort und Dauer. Die Reisekosten unseres Referenten sind darin enthalten.

Ihr Referent

Matthias Schulz

Matthias Schulz

Lead-Experte und Geschäftsführer – Seit 1990 als Berater, Referent und Fachautor für Risikobeurteilung, CE-Kennzeichnung und normgerechte Sicherheitsinformationen tätig. Aktiv im Expertenforum der tekom, im VDI Stuttgart und an der TAE Esslingen; langjährige Lehrtätigkeit an Hochschulen sowie Fachbuchautor.

CE-Kennzeichnung berührt alle vier Leistungsfelder – vom Risiko bis zur Dokumentation.

CE-Konformität und Compliance →

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